Mews lokal gedacht

Ungekürzt – Interview mit Karin Niederer, Kohl>Partner vom 29.09.2025

Manuel, du bist kein klassischer IT-ler, sondern kommst aus der Hotelpraxis. Erzähl uns kurz, was du tust – und für wen.

Ich habe in meiner Hotelkarriere gelernt: Die beste Strategie bringt nichts, wenn das System sie nicht umsetzen kann – oder wenn sie niemand versteht. Deshalb habe ich angefangen, Hotels nicht nur bei der Strategie, sondern vor allem bei der Systemwahl und Implementierung zu unterstützen. Es geht um die Verzahnung von Technik, Prozessen und Menschen.

Ich helfe Betrieben also, ihre Systeme so aufzusetzen, dass sie im Alltag auch wirklich funktionieren – vom Front Desk bis zur Buchhaltung. Und ja, manchmal heißt das auch, Kunden von Ideen abzuraten, die der Nachbar empfohlen hat.

Viele Hoteliers wissen, dass sie was tun sollten – aber nicht was. Woran erkennt man, dass das aktuelle PMS nicht mehr passt?

Wenn du es nicht jederzeit von überall aus nützen kannst; wenn neue Mitarbeiter:innen es am Ende der Saison immer noch nicht ganz verstehen; wenn der Ventilator von deinem Server lauter läuft als die Aggregate vom Kühlhaus… da gibt’s viele Warnsignale. Jedes einzelne ist schon Grund genug – aber oft liegt es auch am Zusammenspiel von System, Prozessen und Menschen. Genau das sehe ich mir mit dem Betrieb gemeinsam an, bevor überhaupt gewechselt wird.

Viele fürchten die Cloud – was sagst du denen, die sich ein ‘greifbares System im Haus’ wünschen?

Ich frage, ob sie auch einen eigenen Staudamm gebaut haben für ihren Strom? Nein, Spaß beiseite. Technisch erklärt: Cloudsysteme sind stabiler, schneller, sicherer, flexibler – und jemand anders macht die Updates.

Verstanden hat das ein Kunde am schnellsten, als ich gesagt habe: ‚Es ist wie mein Taschenmesser – zuverlässig, vielseitig, und ich hab es immer bei mir.‘

Jetzt aber mal konkret: Warum würdest du speziell Mews empfehlen – und für wen passt es, für wen eher nicht?

Dass ich von Mews überzeugt bin weißt du. Aber du hast Recht: es ist nicht für jeden. Sehr große und komplexe Operationen brauchen schon einen umfangreicheren Werkzeugkasten. Wenn es allerdings wichtiger ist, dass das System vieles eigenständig erledigt, einfach zu bedienen ist und keine dauernden Wartungen, Neustarts, Back-ups oder Downtimes braucht – dann kann man sich das schon einmal anschauen.

Gerade kleinere Betriebe fragen sich: Ist das nicht zu kompliziert? Wer hilft, wenn’s brennt?

Das Tolle ist: Du bist eben nicht dauernd von jemandem abhängig. Auch die Ersteinrichtung geht großteils als ‚do it yourself‘ – aber nicht allein: Ich bin zertifizierter Mews Deployment Partner, begleite den Prozess persönlich und kenne die Anforderungen heimischer Betriebe aus eigener Erfahrung. Das ist im Preis von Mews dabei. Natürlich kannst du auch den vollen Service zu dir ins Haus bestellen – das Paket lässt sich nach Bedarf erweitern.

Für den Alltag gibts von Mews den normalen technischen Support, und ergänzend kann man natürlich auch weiterhin mit dem Deployment Partner zusammenarbeiten – das mache ich mir dann individuell mit meinen Kunden aus.

Gibt’s ein Projekt, das besonders gut zeigt, wie ein Onboarding aussehen kann?

Einer meiner Kunden ist in der Immobilienbranche und jetzt nebenbei Apartmentbetreiber – also völlig neu im Thema und ganz ohne eigenes Personal. Wir haben manche Onboarding-Gespräche abends geführt, wenn unsere Kinder im Bett waren, weil er viel wissen und jeden Vorteil rausholen wollte. Das geht nur mit einem System, das keine 20 Jahre Schulung braucht. Jetzt kann er sich wieder auf Immobilien konzentrieren – die Systeme erledigen das Meiste.

Was ist dein wichtigster Tipp für alle, die sich gerade mit dem Thema befassen?

‚Du bist nicht allein!‘ Sorry, da hab ich jetzt nicht widerstehen können. Im Ernst: Denke in Prozessen. Umgangssprachlich: ‚Wie läuft’s?‘. Damit fängst du an. Technik hilft nur, wenn sie passt. Und passt nur, wenn man vorher verstanden hat, wie’s läuft.

Und ganz zum Schluss: Trägst du wirklich ein Taschenmesser bei dir?

Natürlich. Nicht im Business-Anzug – aber deswegen mag ich auch meinen Leobner lieber. Der hält das aus.